Vitamin B12: Aufnahme

Vitamin B12: Aufnahme

Damit das Vitamin die gewünschten Wirkungen entfalten kann, muss es zunächst einmal durch die Darmwand hindurch in den Körper aufgenommen werden. Erfahren Sie hier, was Sie dazu wissen sollten.

So wird Vitamin B12 in den Körper aufgenommen

Vitamin B12 ist in Lebensmitteln meist an Proteine gebunden. Diese Bindungen müssen im ersten Schritt durch Magensäure und Verdauungsenzyme gelöst werden – erst dann können die vitaminwirksamen Substanzen weiter verwertet werden. Die Aufnahme von Vitamin B12 in den Körper erfolgt im Dünndarm über zwei verschiedene Mechanismen – entweder aktiv oder passiv:

Aktive Vitamin-B12-Aufnahme durch Transporter-Protein: Im Dünndarm wird Vitamin B12 an ein spezielles Transport-Protein, den sogenannten Intrinsic Factor (IF) gebunden, der im Magen gebildet wird. Der so entstandene Komplex aus Vitamin und Transporter wird dann in die Zellen der Darmwand aufgenommen. Über diesen Weg können maximal zwei Mikrogramm Vitamin B12 pro Mahlzeit aufgenommen werden.

Passive Vitamin-B12-Aufnahme durch Diffusion: Vor allem bei einer höheren Vitamin B12-Zufuhr erfolgt zusätzlich auch eine passive Aufnahme durch die Darmwand, die ganz ohne spezielle Transporter funktioniert. Dieser Weg ist weit weniger effektiv als die aktive Aufnahme mithilfe des Intrinsic Factor – bei einer hochdosierten Vitamin-B12-Zufuhr über entsprechende Präparate reichen die so aufgenommenen Mengen des Vitamins jedoch aus, um die Versorgung zu sichern. Das ist speziell bei Menschen mit einer Aufnahmestörung wichtig.

Gut zu wissen: Liegt eine Aufnahmestörung vor, kommt häufig trotz Vitamin-B12-reicher Kost nicht ausreichend Vitamin B12 im Körper an.

Hätten Sie's gewusst?

Wenn es im Frühjahr wieder heller wird, produziert der Körper mehr Serotonin. Es kommt zeitweise zu einem Ungleichgewicht zwischen Melatonin (Schlafhormon) und Serotonin (Glückshormon). Frühjahrsmüdigkeit kann die Folge dieses hormonellen Ungleichgewichts sein.

Frühjahrsmüdigkeit kann zwei bis vier Wochen anhalten.

Niedriger Blutdruck kann Müdigkeit und Erschöpfung zur Folge haben.

Warme Temperaturen können Müdigkeit begünstigen. Der Grund: Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt.

Die empfohlene Schlafdauer für Erwachsene liegt bei 7 bis 8 Stunden pro Nacht.

40 Prozent der Bevölkerung haben laut Robert-Koch-Institut Angst vor dem Einschlafen. Jeder Zweite schläft mindestens einmal im Monat schlecht, jeder Neunte dreimal pro Woche.

In der Tiefschlafphase, also etwa den ersten vier bis fünf Stunden des Schlafs, erfolgt die intensivste Erholung für Körper und Seele – Blutdruck und Herzfrequenz sinken, die Atmung beruhigt sich.

Starker Stress kann die erholsame Tiefschlafphase verkürzen.

Schlafmangel kann Übergewicht begünstigen, denn während des Schlafs werden Stoffwechselprozesse sowie Hunger- und Sättigungs-Regelkreise gesteuert.

Wer zu Schlafproblemen neigt, sollte sich tagsüber besser nicht hinlegen. Wenn es gar nicht anders geht, machen Sie einen „Power-Nap“ von maximal 20 Minuten.

Für erholsamen Schlaf ist eine optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer wichtig – 18 bis 21 Grad Celsius werden empfohlen.

Mehr als 60 Prozent der Deutschen fühlen sich laut der TK-Stressstudie gestresst.

Um Stress abzubauen, ist es wichtig, sich seine Freizeiterlebnisse bewusst zu gestalten – sie sollten vom beruflichen Alltag deutlich abgegrenzt sein.

Achtsamkeit gilt als empfehlenswerte Strategie gegen Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Dabei geht es um eine bewusste Wahrnehmung von Momenten im Hier und Jetzt &ndash: ganz ohne Wertung (entspannte Aufmerksamkeit).

Burnout ist keine eigenständige medizinische Diagnose.

Es gibt mehr als 120 Symptome, die auf ein Burnout hinweisen können. Zentrale Symptome können sein: Emotionale Erschöpfung, Zynismus, Ineffektivität.

Störungen der Vitamin-B12-Aufnahme

Neben einem fortgeschrittenen Lebensalter können sich vor allem Erkrankungen des Magens und des Darms negativ auf die Aufnahme von Vitamin B12 auswirken. Auch Alkoholmissbrauch und bestimmte Arzneimittel können die Vitamin-B12-Versorgung beeinträchtigen.

Diese Faktoren können die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm herabsetzen:

  • Altersbedingte Veränderungen im Magen-Darm-Trakt
  • Atrophische Gastritis (Magenschleimhautentzündung, bei das körpereigene Immunsystem die Magenzellen angreift, die für die Bildung von Magensäure und Intrinsic-Factor verantwortlich sind)
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • Zöliakie
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, die mit einer reduzierten Produktion von Verdauungsenzymen einhergehen (Pankreasinsuffizienz)
  • Entfernung von Teilen des Magens oder Dünndarms
  • Chronischer Alkoholkonsum
  • Einige Medikamente, z. B. säurehemmende Arzneimittel wie Antazida und Protonenpumpenhemmer sowie bestimmte Diabetes- und Gichtmittel, Lipidsenker, Antiepileptika und Antibiotika.

Wichtig: Ein Mangel an Vitamin B12 macht sich häufig erst nach Jahren bemerkbar. Risikogruppen für einen Vitamin-B12-Mangel sollten daher frühzeitig mit ihrem Arzt besprechen, ob die Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten ratsam ist.