Vitamin-B12-Mangel: Therapie und Vorbeugung

Vitamin-B12-Mangel: Therapie und Vorbeugung

Eine Vitamin-B12-reiche Ernährung ist die Basis für eine gute Versorgung. Doch in bestimmten Fällen reicht das allein nicht aus, um die Versorgung sicherzustellen.

Eine Unterversorgung wird häufig erst spät erkannt

Die Vitamin-B12-Reservespeicher im Körper sind relativ groß (2 bis 5 Milligramm). Daher entwickelt sich ein Mangel bei zuvor aufgefüllten Speichern meist schleichend. Bis sich erste Symptome bemerkbar machen, können Jahre vergehen. Bei fortschreitender Entleerung der Speicher kann es jedoch bereits zu Störungen im Stoffwechsel kommen. Ein weiteres Problem: Viele Symptome eines Vitamin-B12-Mangels wie Müdigkeit, Antriebsschwäche, Blässe, Haarausfall oder Konzentrationsprobleme sind unspezifisch und lassen sich daher oft nur schwer zuordnen.

Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind allerdings wichtig, da ein Vitamin-B12-Mangel zu bleibenden neurologischen Schäden führen und durch einen Anstieg der Homocystein-Werte im Blut auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz erhöhen kann.

Wichtig: Vor allem die typischen Risikogruppen sollten ihre Vitamin-B12-Versorgung genau im Blick behalten und ggf. mit ihrem Arzt die notwendigen Maßnahmen besprechen.

Hätten Sie's gewusst?

Wenn es im Frühjahr wieder heller wird, produziert der Körper mehr Serotonin. Es kommt zeitweise zu einem Ungleichgewicht zwischen Melatonin (Schlafhormon) und Serotonin (Glückshormon). Frühjahrsmüdigkeit kann die Folge dieses hormonellen Ungleichgewichts sein.

Frühjahrsmüdigkeit kann zwei bis vier Wochen anhalten.

Niedriger Blutdruck kann Müdigkeit und Erschöpfung zur Folge haben.

Warme Temperaturen können Müdigkeit begünstigen. Der Grund: Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt.

Die empfohlene Schlafdauer für Erwachsene liegt bei 7 bis 8 Stunden pro Nacht.

40 Prozent der Bevölkerung haben laut Robert-Koch-Institut Angst vor dem Einschlafen. Jeder Zweite schläft mindestens einmal im Monat schlecht, jeder Neunte dreimal pro Woche.

In der Tiefschlafphase, also etwa den ersten vier bis fünf Stunden des Schlafs, erfolgt die intensivste Erholung für Körper und Seele – Blutdruck und Herzfrequenz sinken, die Atmung beruhigt sich.

Starker Stress kann die erholsame Tiefschlafphase verkürzen.

Schlafmangel kann Übergewicht begünstigen, denn während des Schlafs werden Stoffwechselprozesse sowie Hunger- und Sättigungs-Regelkreise gesteuert.

Wer zu Schlafproblemen neigt, sollte sich tagsüber besser nicht hinlegen. Wenn es gar nicht anders geht, machen Sie einen „Power-Nap“ von maximal 20 Minuten.

Für erholsamen Schlaf ist eine optimale Raumtemperatur im Schlafzimmer wichtig – 18 bis 21 Grad Celsius werden empfohlen.

Mehr als 60 Prozent der Deutschen fühlen sich laut der TK-Stressstudie gestresst.

Um Stress abzubauen, ist es wichtig, sich seine Freizeiterlebnisse bewusst zu gestalten – sie sollten vom beruflichen Alltag deutlich abgegrenzt sein.

Achtsamkeit gilt als empfehlenswerte Strategie gegen Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Dabei geht es um eine bewusste Wahrnehmung von Momenten im Hier und Jetzt &ndash: ganz ohne Wertung (entspannte Aufmerksamkeit).

Burnout ist keine eigenständige medizinische Diagnose.

Es gibt mehr als 120 Symptome, die auf ein Burnout hinweisen können. Zentrale Symptome können sein: Emotionale Erschöpfung, Zynismus, Ineffektivität.

Vitamin-B12-Zufuhr über die Nahrung: Nicht immer ausreichend

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 4 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag. Die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie (2008) vom Max-Rubner-Institut zeigen, dass dieser Zielwert nicht immer erreicht wird:

  • 8 Prozent der Männer erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr nicht.
  • 26 Prozent der Frauen erreichen die empfohlene tägliche Zufuhr nicht. In der Altersgruppe von 14-24 Jahren sind es sogar 33 Prozent.

Gut zu wissen: Wenn die Aufnahme von Vitamin B12 unterhalb der empfohlenen Zufuhr liegt, heißt das nicht, dass bereits ein „echter“ Vitamin-B12-Mangel vorliegt. Eine chronische Unterversorgung kann jedoch zu einem Vitamin-B12-Mangel mit entsprechenden Symptomen führen.

Wann sind Vitamin-B12-Präparate sinnvoll oder sogar notwendig?

Diätetische Maßnahmen alleine reichen manchmal nicht aus, um die Versorgung sicherzustellen – oder sie sind schlichtweg nicht umzusetzen. Vor allem in folgenden Fällen werden daher in aller Regel geeignete Vitamin-B12-Präparate empfohlen:

  • Bei Veganern oder Vegetariern: Da Veganer vollständig auf den Verzehr von Lebensmitteln tierischen Ursprungs verzichten, muss die Versorgung mit Vitamin B12 über entsprechende Vitamin-B12-Präparate erfolgen. Auch bei Vegetariern kann die Einnahme mitunter sinnvoll oder sogar notwendig sein, um eine bedarfsdeckende Versorgung sicherzustellen.
  • Bei alters- oder krankheitsbedingten Aufnahmestörungen von Vitamin B12 im Darm: Weil die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm in diesen Fällen beeinträchtigt ist, kann es trotz Vitamin-B12-reicher Ernährung zu einer Unterversorgung kommen. Auch bestimmte Medikamente wie zum Beispiel Protonenpumpenhemmer, Antazida und ausgewählte Antidiabetika können die B12-Aufnahme in den Körper reduzieren.
  • Bei länger bestehendem Vitamin B12-Mangel: Um eine Normalisierung der Blutwerte zu erreichen und die Speicher aufzufüllen, ist eine gezielte und langfristige Hochdosistherapie erforderlich.
  • In Schwangerschaft und Stillzeit: In diesen Lebensphasen steigt der Vitamin-B12-Bedarf an, sodass bei veganer Ernährung unbedingt B12-Präparate zum Einsatz kommen müssen. Auch bei vegetarischer Kost kann dies sinnvoll sein, sprechen Sie dazu mit Ihrem Gynäkologen.

Vitamin-B12-Präparate: Versorgung gezielt verbessern

Eine sogenannte Vitamin-B12-Supplementation, also die Zufuhr von Vitamin B12 über geeignete Präparate, kann vorbeugend oder therapeutisch erfolgen.

  • Bei Risikogruppen wie Veganern, Senioren oder chronisch Kranken werden Vitamin-B12-Präparate in der Regel vorbeugend eingenommen, um die Versorgung sicherzustellen.
  • Besteht bereits ein Vitamin-B12-Mangel, ist eine therapeutische Verabreichung erforderlich.

Vitamin-B12-Präparate zum Einnehmen stehen in verschiedenen Dosierungen und Darreichungsformen zur Verfügung, die in der Regel langfristig angewendet werden, sozusagen als „Vitamin-B12-Kur“:

  • Vitamin B12 Kapseln, Tabletten oder Dragees
  • Vitamin B12 Trinkampullen
  • Vitamin B12 Tropfen
  • Vitamin B12 Lutschtabletten
  • Vitamin B12 Pulver

Neben Nahrungsergänzungsmitteln, die in der Regel geringere Vitamin-B12-Mengen enthalten, stehen auch Arzneimittel mit höheren Vitamin-B12-Konzentrationen zur Verfügung. Zur Anfangsbehandlung von schweren Mangelzuständen kann mitunter auch eine regelmäßige Vitamin-B12-Injektion (Verabreichung per Spritze) über einen gewissen Zeitraum erfolgen.

Vitamin B12 hochdosiert – warum?

Eine Hochdosistherapie mit Vitamin-B12-Präparaten zum Einnehmen erfolgt in der Regel mit Dosierungen von 500 bis mehreren Tausend Mikrogramm pro Tag. Vor allem dann, wenn die Speicher rasch wieder aufgefüllt werden sollen oder wenn etwa Aufnahmestörungen im Darm dazu führen, dass nicht ausreichend Vitamin B12 im Körper ankommt, ist diese „Viel hilft viel“-Strategie notwendig. Ziel der Hochdosistherapie ist es, eine Steigerung der der passiven Vitamin-B12-Aufnahme im Darm zu erreichend. Das bedeutet, dass das Vitamin unter diesen Bedingungen ohne Zuhilfenahme des sogenannten Intrinsic-Factor vom Darminneren in die Darmzelle wandern kann („diffundiert“). Auf diese Weise wird sichergestellt, dass genügend Vitamin B12 im Körper ankommt, selbst wenn der Intrinsic Factor nicht in ausreichender Menge zur Verfügung steht oder ganz fehlt, wie das zum Beispiel im fortgeschrittenen Alter oder bei bestimmten Erkrankungen häufig der Fall ist.

Zum Hintergrund: Für die Aufnahme von Vitamin B12 durch die Darmschleimhaut in die Blutbahn stehen dem Körper zwei Wege zur Verfügung:

  • Die aktive Aufnahme erfolgt über ein spezielles Transport-Protein, den sogenannten Intrinsic-Factor: Dazu wird Vitamin B12 an den Intrinsic-Factor gebunden und so in die Zellen der Darmwand aufgenommen. Dieser Weg ist sehr effektiv, aber auch anfällig für alters-, krankheits- oder arzneimittelbedingte Störungen.
  • Die passive Aufnahme erfolgt per Diffusion: Vitamin B12 gelangt quasi von allein durch die Darmwand hindurch ins Blut. Dieser Weg ist zwar deutlich weniger effektiv als jener über den Intrinsic-Factor – bei einer entsprechend hohen Vitamin-B12-Zufuhr kann so jedoch auch ohne das Transport-Protein ausreichend Vitamin B12 aus dem Darm in den Körper aufgenommen werden.

Vitamin-B12-Versorgung verbessern: Tipps

Auf tierische Lebensmittel setzen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen, täglich 4 Mikrogramm Vitamin B12 aufzunehmen. In ausreichenden Mengen kommt das Vitamin nur in tierischen Produkten vor. Leber ist besonders reich an Vitamin B12, wird aber eher selten verzehrt. Gute Quellen sind zum Beispiel (Angaben pro 100 g):

  • Fleisch: Rind: 5,0 µg; Schwein: 1,0 µg; Huhn: 0,4 µg
  • Fisch: Hering: 8,0 µg, Lachs: 3,0 µg
  • Milch und Milchprodukte: Goudakäse 1,9 µg, Quark 0,9 µg, Joghurt 0,5 µg, Kuhmilch 0,4 µg
  • Eier: Hühnerei 1,8 µg

Gut zu wissen: Bei Aufnahmestörungen im Darm kann sich trotz Vitamin-B12-reicher Ernährung ein Mangel entwickeln.

Vorsicht bei Algen & Co.

Immer wieder werden Meeresalgen und Shiitake-Pilze als pflanzliche Vitamin-B12-Quellen angepriesen. Allerdings hat sich gezeigt, dass die enthaltenen Mengen an Vitamin B12 stark schwanken können. Darüber hinaus ist unklar, ob die Verbindungen vom Menschen überhaupt verwertet werden können. Was viele nicht wissen: Neben dem vitaminwirksamen Vitamin B12 gibt es auch sogenannte Vitamin-B12-Analoga, die zum Beispiel in Algen vorkommen. Von ihnen weiß man, dass sie keine bedarfsdeckende Vitamin-B12-Versorgung gewährleisten und zudem sogar die Versorgungssituation verschlechtern können, indem sie die körpereigenen Transportsysteme für das „echte“ Vitamin B12 blockieren.

Vegetarier und Veganer: Versorgung verbessern

Eine rein pflanzliche Kost kann keine bedarfsdeckende Vitamin-B12-Zufuhr gewährleisten. Mediziner und Ernährungsexperten raten daher Veganern, unbedingt und dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat einzunehmen. Da die Versorgung auch bei Vegetariern kritisch sein kann, sollten diese – insbesondere in Phasen eines erhöhten Nährstoffbedarfs (z. B. Schwangerschaft, Stillzeit) – auf eine Vitamin-B12-reiche Ernährung achten und ggf. geeignete Nährstoffpräparate zu sich nehmen.

Extra-Tipp: Wer tierische Produkte komplett vermeiden will, sollte ein gelatinefreies Vitamin-B12-Präparat wählen. Gelatine steckt zum Beispiel häufig in der Kapselhülle.

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Im Alter und bei Grunderkrankungen: B12-Versorgung im Blick behalten

Ältere Menschen und Personen mit Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes zählen zu den wichtigen Risikogruppen für einen Vitamin-B12-Mangel. Sie sollten ihre Vitamin-B12-Zufuhr ganz besonders gut im Blick behalten und mit ihrem Arzt besprechen, ob eine gezielte Verbesserung der Versorgung durch geeignete Nährstoffpräparate erforderlich ist.

Gut zu wissen: Auch Erkrankungen von Leber, Niere und Bauchspeicheldrüse können die Vitamin-B12-Versorgung beeinträchtigen.